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Stand-by Zustand
Schlaf-Zustand
Zwar booten moderne Rechner ziemlich flott, aber ein bis zwei
Minuten dauert es doch. Komfortablere Sparmöglichkeiten
für kurze Arbeitspausen bieten neuere Windows-Versionen seit
"98" mit dem Standby-Zustand, den man im Dialog "Start/Beenden"
oder "Start/Computer ausschalten" anwählen kann.
Bei guter Systemkonfiguration versetzt Windows den PC im
Standby-Modus in den Suspend-to-RAM-Zustand, kurz STR. Das
Betriebssystem puffert alle Einstellungen im Arbeitsspeicher (RAM)
und nur dieses wird von der Hilfsspannung des ATX-Netzteils am
Leben erhalten. Der Leistungsbedarf liegt jetzt nur wenig über
dem im Soft-Off-Modus. Dabei darf man den PC dann natürlich
nicht versehentlich vom Netz trennen -- das kann zu Datenverlusten
führen. Zur Warnung blinkt im STR-Zustand das
"Power"-Lämpchen des Rechners.
Windows kann den Standby-Zustand nach einer gewissen Zeit der
Inaktivität automatisch aktivieren (Systemsteuerung/
Energieoptionen). Mancher PC lässt sich aus dem STR-Modus
bequem per Tastatur oder Mausbewegung wecken. Sonst betätigt
man einfach den Einschalttaster. Das Wiedereinschalten funktioniert
bei guten Geräten und je nach Monitor innerhalb weniger
Sekunden.

Doch manche Computer tun nur so, als beherrschten sie den
STR-Modus, schlafen aber heimlich in einem deutlich
energiehungrigeren Zustand. Dann rauscht praktisch genauso viel
Leistung durch den Stromzähler wie im gewöhnlichen
Ruhe-Betrieb - also durchaus über 70 Watt. Echte Sparer
erkennt man daran, dass sich im STR-Modus die CD-/DVD-Schublade
nicht ausfahren lässt und der Netzteillüfter steht.
Außer dem STR-Sparmodus kennen Windows ME, 2000 und XP noch
den Ruhezustand (Hibernation). Er ist besonders stromgeizig, denn
das Betriebssystem puffert seinen Zustand auf der Festplatte und
schaltet anschließend den PC in den Soft-Off-Zustand. Der
folgende Neustart geht bei mäßigem Hauptspeicherausbau
und flotter Festplatte schneller vonstatten als ein
gewöhnlicher Boot-Vorgang.
Leider funktionieren STR-Modus und Ruhezustand nicht mit
älterer Hardware oder falschen Treibern. Nach dem
Wiederaufwachen kommt es dann zu Abstürzen oder zu seltsamem
Systemverhalten. Außer Treiber- und BIOS-Updates kann man
dagegen kaum etwas tun.


