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Kraftwerkspark ungeeignet

(11. November 2009) Auch ohne KKW-Laufzeitverlängerung gebe es keine Versorgungslücke, so die Studie "Entwicklungsperspektiven des deutschen Strommarktes" des Energieexperten Prof. Dieter Schmitt im Auftrag der HEAG Südhessische Energie AG (HSE), Darmstadt.

Der deutsche Kraftwerkspark sei nicht dafürgerüstet, die geplanten Klimaschutzziele zu erreichen. Deutschland brauche mehr flexible Mittel- und Spitzenlastkraftwerke statt unflexibler Grundlastkraftwerke wie Kohle- und Kernkraftwerke, die nicht flexibel auf stark schwankende Einspeisung aus Windkraft- oder PV-Anlagen reagieren könnten.

Die regenerative Stromerzeugung werde sich aber bis 2030 mehr als verdoppeln. Der Anteil von typischen Mittel- und Spitzenlastkraftwerken müsse zulasten von Grundlastkraftwerken deutlich erhöht werden.

Es müsse viel mehr Reserve- und Regelenergieleistung vorgehalten, die Möglichkeiten zur Stromspeicherung sowie zum Lastmanagement zügig ausgebaut und die Flexibilität des Kraftwerksparks erheblich gesteigert werden.

Der Stromverbrauch stagniere wegen verbesserter Energieeffizienz in den nächsten beiden Jahrzehnten oder gehe sogar um bis zu 15% zurück, falls sich stromintensive Industriezweige aus Deutschland zurückzögen, so Prof. Schmitt.

Sollten die KKW am Netz bleiben, reichten die vorhandenen Kraftwerke und die nun im Bau befindlichen Anlagen, um den Stromverbrauch zu decken. Viele der derzeit geplanten Grundlastkraftwerke würden überflüssig, neue Stromproduzenten verlören damit ihre Planungsgrundlage.

Von der HSE hieß es, die Laufzeitverlängerung sei eine Investitionsbremse, zementiere das Oligopol in der Stromerzeugung und sei kontraproduktiv für den Ausbau von regenerativen Energien und der KWK. Zudem sei die Endlagerung keinesfalls geklärt und im Risiko des Staates.

 Download Studie "Entwicklungsperspektiven des deutschen Strommarktes" 

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